Regeln für Betrieb von Drohnen

Regeln für Betrieb von Drohnen

Was sollte man wissen wenn man eine Drohne betreiben möchte?

Drohnen werden immer beliebter im privaten, sowie im gewerblichen Bereich. Sie bieten sehr viele Vorteile, gerade im gewerblichen Bereich. Da immer mehr Menschen Drohnen benutzen, ist die Gefahr von Unfällen, Abstürzen und Zusammenstößen deutlich gestiegen. Aus diesem Grund hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt eine „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ erlassen. Diese regelt sowohl die Sicherheit der Bevölkerung, als auch den Schutz der Privatsphäre.

Regeln für Flugdrohnen
Alles wichtige zum Betrieb einer Flugdrohne ist in der Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten geregelt. Foto: Jag_cz / Bigstock

Im wesentlichen sieht die Neuregelung der „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ wie folgt aus:

Kennzeichnungspflicht und Kenntnisnachweis

Die Eigentümer von Drohnen bzw. unbemannten Luftfahrsystemen und Flugmodellen, die mehr als 0,25 kg wiegen sind in der Pflicht ihr Flugmodell mit einer Plakette, auf der Namen und Adresse des Eigentümer vermerkt sind, zu kennzeichnen. Luftfahrtsysteme und Flugzeugmodelle ab 2 kg müssen einen Kenntnisnachweis für die Inbetriebnahme besitzen. Hierbei ist eine gültige Pilotenlizenz, das Mindestalter von 16 Jahren und eine Bescheinigung über die Prüfung über eine anerkannte Stelle des Luftfahrt-Bundesamtes wichtig. Bei Flugmodellen reicht die Bescheinigung nach Einweisung eines Luftsportvereins und das Mindestalter von 14 Jahren aus. Alle Bescheinigungen gelten für 5 Jahre. Die Inbetriebnahme auf Modellfluggeländen bleibt vom Kenntnisnachweis unberührt.

Erlaubnisfreiheit und Erlaubnispflicht

Die Inbetriebnahme durch Einrichtungen mit Sicherheitsaufgaben wie zum Beispiel Polizei und Feuerwehr haben generell eine Erlaubnisfreiheit. Auch für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme, die weniger als 5 kg wiegen ist keine Erlaubnis nötig. Für die Inbetriebnahme bei Nacht und unbemannte Luftfahrtsysteme über 5 kg ist eine Erlaubnis nötig. Diese Erlaubnis erhalten sie von Landesluftfahrtbehörden. Grundsätzlich ist für die Inbetriebnahme von unbemannten Luftfahrtsystemen unter 5 kg keine Erlaubnis nötig. Es besteht auch kein generelles Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite mehr. Ab 5 kg kann dieses Verbot von der Landesluftfahrtbehörde aufgehoben werden.

Betriebsverbot

Ein Betriebsverbot gilt künftig für Geräte unter 5 kg außerhalb der Sichtweite in und über sensiblen Bereichen, über bestimmten Verkehrswegen und in Kontrollzonen von Flugplätzen und in Flughöhen über 100 Metern, außer der Flug findet auf einem Gelände statt, das eine Aufsichtsperson hat und eine Erlaubnis zum Fliegen von Flugmodellen. Desweiteren gilt ein Betriebsverbot über Wohngrundstücken. Hierbei gilt, dass das Gewicht mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät die Fähigkeit besitzt akustische, optische Signale zu empfangen, aufzuzeichnen oder zu übertragen. Ausgenommen sind Betroffene, die dem Überflug zugestimmt haben, über 25 kg. Weiterhin kann auch die zuständige Behörde Ausnahmen erlassen, wenn die Inbetriebnahme des Geräts keine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs darstellt oder die öffentliche Ordnung gefährdet und besonders die Vorschriften des Datenschutzes nicht verletzt und den Naturschutz nicht gefährdet, sowie den Schutz vor Lärm gewährleistet. Die Behörde lässt sich vor allem bei geplanten Flügen außerhalb der Sichtweite eine Sicherheitsbewertung geben.

Ausweichpflicht

Unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle müssen bemannten Luftfahrtsystem ausweichen.

Einsatz von Videobrillen

Das Gerät darf nicht schwerer sein als 0,25 kg und nicht höher fliegen als 30 Meter, dann sind Flüge mithilfe einer Videobrille erlaubt oder wenn das Gerät durch eine andere Person stetig beobachtet wird und diese den Steurer auf mögliche Gefahren aufmerksam machen kann. Diese Möglichkeit muss innerhalb der Sichtweite des Steuerers geregelt sein.

Weitere Informationen lesen Sie auch im Artikel: Klare Regeln für Betrieb von Drohnen des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastuktur (kurz: BMVI)

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