Privater Einsatz von Drohnen: Was ist rechtlich erlaubt?

Privater Einsatz von Drohnen: Was ist rechtlich erlaubt?

Mittlerweile sieht man sie fast ständig. Während vor einigen Jahren eine Drohne noch ein Luxusartikel war, den vorrangig Unternehmen verwendet haben, sieht man in der jetzigen Zeit ständig Drohnen durch die Lüfte fliegen. Immer mehr private Haushalte schaffen sich eine Drohne an um damit ihre Freizeit zu vertreiben oder sie als neues Hobby durch die Luft fliegen zu lassen. Doch auf was muss man bei der Verwendung beachten? Darf man einfach willkürlich über jedes Stück Land fliegen und Aufnahmen tätigen? Der folgende Artikel soll über dieses Thema aufklären.

Versicherung

Wer sich eine Drohne anschafft, sollte sich darüber im Klaren sein, dass eine Haftpflichtversicherung vorhanden sein muss. Dabei ist es egal, ob man die Drohne gewerblich oder privat nutzt. Die üblichen privaten Haftpflichtversicherungen decken jedoch meist den Drohnengebrauch nicht ab. Die Benutzung erfordert den Abschluss einer Zusatzversicherung.

Flugdrohnen in privater Anwendung
Flugdrohnen werden langsam auch für private Anwender interessant. Was aber unbedingt beachtet werden sollte. Foto: artiemedvedev / Bigstock

Pflicht zur Kennzeichnung

Jede Drohne, die mehr als 250 Gramm wiegt, muss mit dem Name, der Adresse und der Drohnen-Plakette versehen werden. Da diese jedoch feuerfest sein müssen, dürfen keine herkömmlichen Aufkleber verwendet werden. Es bieten sich hierfür Aluminium-Aufkleber an.

Mindestalter für die Verwendung einer Drohne

Es gibt kein konkretes Alter, ab dem man eine Drohne benutzen darf. Da jedoch die Versicherungspflicht besteht und diese erst ab einem gewissen Alter abgeschlossen werden können, ist dies indirekt festgelegt. Für Drohnen mit einem Gewicht über 2 Kilogramm ist allerdings ein Mindestalter von 16 Jahren vorgeschrieben. Weiterhin muss ein sogenannter Drohnenführerschein vorhanden sein.

Wo und wie hoch darf eine Drohne fliegen?

Die im Jahr 2017 neu auferlegte Drohnen-Verordnung schreibt vor, dass eine Flughöhe von 100 Meter nicht überschritten werden darf. Weiterhin ist es verboten, die Drohne außer Sichtweite, über Wohngrundstücke sowie Naturschutzgebiete fliegen zu lassen. Eine Ausnahme gibt es, wenn man Eigentümer des Grundstücks ist oder wenn die Drohne keine Kamera besitzt und weniger als 250 Gramm wiegt. Weiterhin ist es nicht erlaubt, das Gerät im Radius von 1,5 Kilometer eines Flughafens zu verwenden. Auch in Kontrollzonen gibt es Einschränkungen. Hier darf die Drohne die Höhe von 50 Meter über dem Boden nicht überschreiten. Besitzt man keine Genehmigung, dürfen Geräte mit einem Gewicht von über 5 Kilogramm nicht verwendet werden.
Weiterhin gibt es zu beachten, dass man sie nicht in der Nähe von größeren Menschenmassen, Bundesstraßen oder Bahnanlagen, Krankenhäusern, Militäranlagen, Justizvollzugsanstalten oder Energieerzeugungsanlagen fliegen lassen darf. Auch das Verwenden der Drohne in einem Katastrophengebiet um eventuell spektakuläre Bilder davon zu machen, ist verboten.

Drohnenführerschein

Für alle Geräte, die über 2 Kilogramm wiegen, ist ein Flugkundenachweis erforderlich. Dieser muss alle 5 Jahre erneuert werden. Dabei ist es egal, ob die Drohne privat oder gewerblich genutzt wird. Nur anerkannte Prüfstellen dürfen dieses Dokument ausstellen und die Prüfung abnehmen.

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