Drohnen Versicherung für Quadrocopter und Multicopter


Erst versichern, dann starten!

Drohnen liegen in Deutschland zurzeit voll im Trend. Schon mehr als 400.000 Drohnen sollen laut des Versicherungsverbands GDV im deutschen Luftraum unterwegs sein. Wahrscheinlich sind es sogar viel mehr. Mit der zunehmenden Zahl der Fluggeräte steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Unfällen kommt. Für die Schäden in einem solchen Fall haftet der Pilot oder auch der Halter. Zum Schutz vor den finanziellen Folgen eines Zwischenfalls kommen Haftpflichtversicherungen und spezielle Drohnenversicherungen in Frage.

Was sind eigentlich UAV und Quadrocopter?

Als Drohnen werden alle unbemannten Flugobjekte (UAV) bezeichnet. Dabei ist es unerheblich, ob sie von einem Menschen am Boden gesteuert werden oder völlig autonom fliegen.

Sollten man für den Betrieb eines Multicopters extra versichert sein, oder reicht die normale Privathaftpflicht? Foto: agnormark / Bigstock

Sollten man für den Betrieb eines Multicopters extra versichert sein, oder reicht die normale Privathaftpflicht? Foto: agnormark / Bigstock

Unterteilt werden sie nach Gewicht, Größe und Funktionen. Eine Freizeitdrohne ohne Kamera ist vielleicht nur wenige Zentimeter groß und im wahrsten Sinne des Wortes leicht wie eine Feder (< 250 Gramm). Ein Quadrocopter mit Kamera kann ein Gewicht von mehreren Kilogramm erreichen und bis zu 100 Stundenkilometer schnell fliegen.

Für unsere Seite nicht wirklich von Belang aber trotzdem interessant: Die Aufklärungsdrohne »Boeing Condor« erreicht mit beinahe 60 Metern sogar die Spannweite eines Verkehrsflugzeuges.

Im Hobby-Bereich werden, je nachdem wie viele Rotoren das Gerät hat, folgende Bauformen unterschieden: Quadrocopter, Hexacopter und Octocopter – zusammengefasst unter den Begriffen Multicopter bzw. einfach Kopter. Ungeachtet ihrer Unterschiede gelten laut Luftverkehrsgesetz alle Drohnen als Luftfahrzeuge.

Welche Bestimmungen gelten für ferngesteuerte Flugroboter?

Grundsätzlich darf man in Deutschland nicht einfach eine Drohne kaufen und damit los fliegen. Für ferngesteuerte Drohnen und Multicopter gelten eine Reihe von Vorschriften und Bestimmungen. Um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten oder den Versicherungsschutz zu verlieren, sollte man sich vorher gründlich informieren. Die Regelungen betreffen beispielsweise die nötigen Genehmigungen für den Drohneneinsatz, die zulässigen Orte, den erlaubten Personenkreis, die Flugdrohnen und Quadrocopter Versicherungspflicht, etc. Man kann dazu zum einen das PDF des BMVI zu Rate ziehen oder hier bei itg-fotoflug.de eine Zusammenfassung der Drohnenverordnung von 2017 lesen.

Die wichtigste Frage zuerst: Müssen alle Drohnen versichert sein?

Seit 2005 ist für den Einsatz von unbemannten Flugkörpern eine Haftpflichtversicherung Pflicht. Dabei spielt es spielt keine Rolle, ob es sich um eine gewerbliche Nutzung oder eine rein private Nutzung handelt. Entgegen einer weit verbreiteten Annahme, dass die Drohnen Versicherungspflicht nur für ein Fluggewicht von mehr als fünf Kilogramm gilt, gibt es hiervon keine Ausnahme. Wir mit einem Copter fliegt, kann auch Schäden anrichten und muss entsprechend versichert sein.

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Modellflug und Quadrocopter versichern

Wer ohne Versicherungsschutz fliegt, riskiert ein Bußgeld und haftet, wenn es kracht, mit seinem Privatvermögen und Einkommen.  Für den Hobbybereich wird diese Versicherungspflicht unter Umständen von der privaten Haftpflicht abgedeckt. Darum sollten Hobbyflieger zuerst mit ihrer Privathaftpflicht klären, ob Drohnen eingeschlossen sind, und sich dies gegebenenfalls auch schriftlich bestätigen lassen. Häufig dürfte dies der Fall sein. Anderenfalls muss eine entsprechende Zusatzversicherung (ab ca. 40 Euro pro Jahr) abgeschlossen oder die private Haftpflichtversicherung erweitert werden.  Gewerblich genutzte Drohnen sind von der Privathaftpflicht generell nicht erfasst. Hier kann aber mittlerweile auf ein speziellen Drohnen Versicherung verwiesen werden.

Worauf sollte man beim Abschluss einer Haftpflicht- bzw. Kaskoversicherung achten?

Wie bei jeder anderen Versicherung sollte man einige Punkte genau prüfen, bevor man einen Vertrag unterschreibt:

  • Wie ist der Versicherungsumfang und wie hoch die Deckungssumme?
  • Welche Modelle sind versichert?
  • Ist die Versicherung für den privaten oder gewerblichen Einsatz?
  • Gilt die Haftpflichtversicherung für Flugdrohnen weltweit oder nur für ausgewählte Länder?
  • Darf man nur an bestimmten Orten, z.B. Modellflugplätzen, fliegen oder überall?
  • Wie viele Personen und Fluggeräte sind mitversichert?
  • Was kostet eine Drohnen Versicherung?

Manche Versicherung greifen zum Beispiel nicht, wenn die Drohne per Smartphone oder Tablett gesteuert wird. Während eine Haftpflichtversicherung nur die Schäden Dritter reguliert, versichert eine Drohnen Kaskoversicherung auch die eigene Drohne gegen Schäden.

Wann ist der Einsatz gewerblich?

Was nicht eindeutig in den Bereich Sport und Freizeit gehört, gilt als gewerblicher Einsatz. Auch wenn man nicht unmittelbar Geld verdient, reicht für die zuständigen Behörden oft schon die Absicht aus, um eine Nutzung als gewerblich einzustufen. Der professionelle Einsatzbereich ist vielfältig und lässt sich – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – in folgende Segmente unterteilen:

  • Luftaufnahmen (Fotos oder Videos), z.B. in der Immobilien- oder Veranstaltungsbranche, Dachdecker, Handwerker, Fotografen, usw.
  • technische Inspektion und Vermessung, z.B. an Gebäuden, Masten oder Grundstücken,
  • Begutachtung in der Land- und Forstwirtschaft, z.B. von Wild- oder Waldbeständen,
  • Erkundung und Forschung,
  • Tier- und Umweltschutz,
  • Aufklärung, z.B. durch die Polizei oder andere Behörden,
  • Rettungs- und Hilfsaktionen der Feuerwehr oder des technischen Hilfswerkes,
  • Kampfdrohnen im militärischen Einsatz.

Wenn die Grenzen nicht klar gezogen werden können, sollte man lieber nicht mit der Nachsicht der Behörden rechnen. Beispielsweise gelten schon Luftaufnahmen einer Veranstaltung oder eines Konzerts und deren anschließende Veröffentlichung auf der eigenen Homepage oder in sozialen Netzwerken unter Umständen als gewerbliche Nutzung.

Braucht man eine Genehmigung?

Gerade für gewerblichen Piloten sollte eine Haftpflicht mit hoher Deckungssumme abgeschlossen werden, da die Geräte oft schwer sind und mehr Schaden anrichten können - Foto: leaf / 123RF Lizenzfreie Bilder

Gerade für gewerblichen Piloten sollte eine Haftpflicht mit hoher Deckungssumme abgeschlossen werden, da die Geräte oft schwer sind und mehr Schaden anrichten können – Foto: leaf / 123RF Lizenzfreie Bilder

Wer den Multicopter rein privat nutzt, braucht bis zu einem Fluggewicht von 2,5 Kilogramm in der Regel keine Genehmigung. Wenn das Flugobjekt ein Gewicht von fünf Kilogramm übersteigt oder über einen Verbrennungsmotor verfügt, muss der Hobbypilot beim Luftfahrtamt des jeweiligen Bundeslandes eine Aufstiegsgenehmigung beantragen.

Die gewerbliche Nutzung einer Drohne erfordert hingegen zwingend eine Genehmigung. Für Drohnen mit einem Gesamtgewicht von weniger als fünf Kilogramm wird die Genehmigung einfach pauschal für zwei Jahre erteilt. Die für den Antrag fälligen Gebühren unterscheiden sich je nach Bundesland.

Drohnen unter 250 Gramm, die keine Kamera und kein Mikrofon tragen, können ohne Genehmigungen geflogen werden. Um sicher zu gehen, sollte man jedoch die oben genannte neue Drohnenverordnung lesen.

Gibt es ein gesetzliches Mindestalter für die Steuerung von Drohnen?

Ein gesetzliches Mindestalter für den Einsatz von Drohnen gibt es – noch – nicht. Auch Kinder dürfen die kleinen Flugobjekte steuern. Aber die entsprechenden Bestimmungen in den Verträgen der Versicherungen können ein Mindestalter vorschreiben. Ein aktueller Gesetzesentwurf sieht zudem vor, das Mindestalter für die Steuerung von Drohnen über zwei Kilogramm Gewicht auf 16 Jahre festzusetzen.

Wo darf man fliegen?

Für den Einsatzort von Drohnen gibt einerseits gesetzliche Einschränkungen, andererseits wird dies teilweise durch die Vorgaben der Drohnen Versicherung geregelt. Wer beispielsweise als Mitglied eines Modellflugverbandes versichert ist, darf oft nur auf bestimmten Modellflugplätzen fliegen. Andere Drohnenversicherungen gestatten das Fliegen an beliebigen Orten, solange die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.

Die Lufträume, in denen geflogen werden darf oder nicht, sind auf sogenannten ICAO-Karten – Luftfahrkarten – eingetragen. Jeder Pilot muss sich für sein gewünschtes Fluggebiet die entsprechenden Informationen einholen. Im unkontrollierten Luftraum, d.h. außerhalb der kontrollierten Bereiche an den internationalen Flughäfen, dürfen Drohnen in der Regel ohne Sondergenehmigung fliegen. Auf der Internetseite der Deutschen Flugsicherung (DFS) gibt es eine Übersicht über die Kontrollzonen.

Wo MUlticopter und Flugmodelle verboten sind

Private Geräte müssen innerhalb der Sichtweite des Piloten fliegen, d.h. höchstens 100 Meter hoch und je nach Bundesland 200 bis 300 Meter weit. Technische Hilfsmittel wie GPS, Ferngläser, Kameras oder Nachtsichtgeräte usw. erfüllen nicht die Bedingung der direkten Sichtweite. Die Steuerung eines Kopters mit einer Videobrille ist in Deutschland nur gestattet, wenn eine zweite Person den Kopter im Auge behält.

An folgenden Orten ist das Überfliegen gänzlich verboten:

  • Menschenmengen,
  • Tiere,
  • Einsatzorte von Polizei- & Rettungskräften,
  • Gefängnisse,
  • Industrieanlagen,
  • Wohngrundstücke,
  • Naturschutzgebiete,
  • militärische Objekte,
  • Kraftwerke,
  • Krankenhäuser

Man darf seine Drohne auch nicht einfach über das Grundstück des Nachbarn kreisen lassen, wenn dieser es nicht will. Das Fliegen unter Einfluss von Drogen oder Alkohol ist strafbar.

In den einzelnen Bundesländern gibt es zudem zahlreiche Sonderregelungen. So dürfen beispielsweise in Berlin Drohnen innerhalb des S-Bahnrings nur mit Sondererlaubnis fliegen. Des Weiteren gelten deutsche Gesetze natürlich nur in Deutschland; in Österreich oder der Schweiz gibt es andere Vorschriften, die zu beachten sind.

Persönlichkeitsrechte im Fokus

Mit dem Einsatz von Multikoptern eröffnen sich Fotografen ganz neue Perspektiven. Allerdings müssen Persönlichkeits- und Urheberrechte beachtet werden. Bei Aufnahmen, auf denen Personen erkennbar sind, müssen Drohnenpiloten deren Recht am eigenen Bild respektieren. Solche Bilder oder Filme dürfen nicht ohne Einwilligung veröffentlicht werden.

Gebäude dürfen nur so fotografiert oder gefilmt werden, wie sie von der Straße aus zu sehen sind, sonst wird möglicherweise das Urheberrecht des Architekten verletzt. Aufnahmen aus der Vogelperspektive dürfen nicht ohne Zustimmung weiterverbreitet werden.

Fazit: Versicherungen für Multicopter

Auch kleine Quadrocopter können Menschen verletzen oder teure Schäden verursachen, wenn sie ausser Kontrolle geraten - Foto: Corr / 123RF Lizenzfreie Bilder

Auch kleine Quadrocopter können Menschen verletzen oder teure Schäden verursachen, wenn sie ausser Kontrolle geraten – Foto: Corr / 123RF Lizenzfreie Bilder

Durch den rasanten Anstieg gewerblicher und privater Drohnenflüge und infolge dessen auch der Zunahme von Unfällen, plant der Gesetzgeber weitere Vorschriften für den Drohnensport. Sogar eine Kennzeichenpflicht und ein Drohnen-Führerschein sind im Gespräch. So oder so besteht für Quadrocopter Versicherungspflicht. Mitglieder von Modellflugverbänden haben die Modellflugversicherung über ihre Mitgliedschaft meist schon im Gepäck. Wer seine Drohne lieber selbst versichern möchte, kann sich im Internet weitere Informationen holen. Auf den einschlägigen Vergleichsportalen kann man nach einer günstigen Drohnen Versicherung suchen.

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